Choke

Es war in Oxford, damals vor etwa 20 Jahren, als ich zum ersten Mal einen MGA an mir vorbeirauschen sah. Und Folgen dieser bloss flüchtigen Begegnung liessen nicht auf sich warten. Denn immer wenn ich später ein Exemplar dieses seltenen englischen Sportwagenklassikers zu Gesicht bekam, schlug mein Herz um ein paar Takte höher. In jenen Tagen in Oxford war es also, als der MGA für mich zum Inbegriff eines benzingetrieben Traums auf vier Rädern wurde.

Andere Prioritäten
Denn beim Traum blieb es vorerst auch. Unter anderem auch, weil man als Stadtbewohner schnell lernt, dass Autos – sofern man nicht wirklich auf sie angewiesen ist – eher zu den entbehrlichen Dingen des Lebens gehören. Und als unentbehrlich kann ein 50-jähriger, komfortloser, enger und technisch ziemlich eigensinniger Sportwagen nicht unbedingt bezeichnet werden. Kommt hinzu, dass man sich als aufgeklärter Zeitgenosse ja auch ab und zu seine Gedanken zu steigender Umweltbelastung und schwindenden Rohstoffressourcen macht.

Traum und Wirklichkeit
Aber Klimadebatte hin, Feinstaubbelastung her. Ein Traum hat eben auch etwas Magisches an sich. Und die Magie dieses Wagens hat mich in all den Jahren nicht mehr losgelassen. Und so kam es, wie es kommen musste. Im März dieses Jahres gönnte ich mir gerademal 3 Sekunden Bedenkzeit, um zu entscheiden, ob aus diesem Traum endlich Wirklichkeit werden sollte oder eben doch nicht.

Fazit
Die Wirklichkeit hat mich eingeholt und der Traum hat seine Schuldigkeit getan. Aber dass diese Wirklichkeit noch aufregender ist als ich es mir je hätte träumen lassen, wurde mir erst nach und nach und mit jedem gefahrenen Strassenkilometer bewusster. Denn wer einen MGA fährt, der hat bestimmt immer etwas zu erzählen. Aus diesem Grund, aber auch, weil mein Erinnerungsvermögen mittlerweile so durchlässig geworden ist wie ein rostiger Unterboden, habe ich mich entschlossen die Erlebnisse und Geschichten rund um den MGA auf dieser Website festzuhalten.