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	<description>MGA Twin Cam</description>
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		<title>Der &#214;lwechsel</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 19:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute Abend holte ich den TwinCam, nach dem obligaten, durch die Motorenrevision anstehenden 1000 Kilometer-&#214;lwechsel bei der Oldtimer Garage in Affoltern ab. Als Franziska und ich eintrafen, war Pitt gerade daran die letzten Einstellungen an Motor und Z&#252;ndung vorzunehmen. Immerhin w&#252;rde ich jetzt keine Beschwerden mehr wegen stinkenden Abgasen zu h&#246;ren bekommen. Aber f&#252;r den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute Abend holte ich den TwinCam, nach dem obligaten, durch die Motorenrevision anstehenden 1000 Kilometer-&#214;lwechsel bei der Oldtimer Garage in Affoltern ab. Als Franziska und ich eintrafen, war Pitt gerade daran die letzten Einstellungen an Motor und Z&#252;ndung vorzunehmen. Immerhin w&#252;rde ich jetzt keine Beschwerden mehr wegen stinkenden Abgasen zu h&#246;ren bekommen. Aber f&#252;r den Zeitraum w&#228;hrend des Einfahrens des Motors sei es unerl&#228;sslich gewesen, das Gemisch sehr fett einzustellen, was zur Folge hatte, dass vor allem nachfolgende Cabriofahrer nicht eben Freude an meiner Russfahne hatten. </p>
<p>Wer jetzt aber denkt, der Wagen sei in bestem technischen Zustand und somit bereit, ohne Wenn&#8217;s und Aber&#8217;s durch die halbe Welt zu rasseln, der &#252;bersieht die Tatsache, dass es sich hier eben um den TwinCam YD2 886 handelt. Zwar hatte ich Pitt bereits bei der Ablieferung auf die plauzenden Ger&#228;usche aus dem Abgaskanal aufmerksam gemacht, Fehlz&#252;ndungen oder dergleichen vermutend. Pitt erkl&#228;rte mir heute, dass es sich nicht um vermeintliche Fehlz&#252;ndungen handle, sondern, dass ein altersschwacher Abgaskr&#252;mmer diese Ger&#228;usche verursache. Nichts Besorgnis erregendes, allerdings soll ich die Sache dennoch aufmerksam beobachten. Immerhin kenne ich schon jetzt den Grund f&#252;r den n&#228;chsten Reparaturhalt in der Oldtimer Garage.</p>
<p>Aber damit nicht genug. Schon seit l&#228;ngerem habe ich das Gef&#252;hl, dass die Kupplung nicht mehr richtig greift. Pitt meinte zwar, dass er auf der Testfahrt nichts bemerkt h&#228;tte und mit dem Getriebe alles in Ordnung sei, aber auf dem Heimweg passierte es dann eben doch: Vor einer Ampel liess sich der erste Gang nicht mehr einlegen. Erst nach mehreren Versuchen und einer weiteren Rotphase, begleitet durch mehrstimmiges Hupkonzert, gelang es mir das Getriebe wieder in Gang zu bringen &#8211; kein gutes Omen f&#252;r unsere morgige Bergfahrt.<br />
<br/><br />
<strong>Statistik</strong><br />
Z&#228;hler: 38601km <code>&ensp;</code>l<code>&ensp;</code> Strecke: 32km</p>
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		<title>MGA Club Jubil&#228;umsfahrt</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Jul 2009 19:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildergalerie]]></category>
		<category><![CDATA[Pannen]]></category>
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		<description><![CDATA[Das f&#228;ngt ja gut an, dachte ich, als ich die Verkehrsmeldungen am Radio h&#246;rte: «Folgende Alpenp&#228;sse sind provisorisch gesperrt: &#8230;» Weiter musste ich gar nicht hinh&#246;ren. Denn die MGA-Club Jubil&#228;umsfahrt zum 35-j&#228;hrigen Bestehen w&#252;rde &#252;ber mindestens zwei der provisorisch verschneiten Alpenp&#228;sse f&#252;hren. F&#252;r ereignisreiche Wetterverh&#228;ltnisse w&#252;rde also gesorgt sein. Treffpunkt Autobahnrastst&#228;tte Ich war noch keine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das f&#228;ngt ja gut an, dachte ich, als ich die Verkehrsmeldungen am Radio h&#246;rte: «Folgende Alpenp&#228;sse sind provisorisch gesperrt: &#8230;» Weiter musste ich gar nicht hinh&#246;ren. Denn die MGA-Club Jubil&#228;umsfahrt zum 35-j&#228;hrigen Bestehen w&#252;rde &#252;ber mindestens zwei der provisorisch verschneiten Alpenp&#228;sse f&#252;hren. F&#252;r ereignisreiche Wetterverh&#228;ltnisse w&#252;rde also gesorgt sein.</p>
<p><img src="http://www.frameset.ch/mg-a/wp-content/uploads/2009/07/jubfahrt_0907.jpg" alt="Reiseroute der Jubilaeumsfahrt" title="Reiseroute der Jubilaeumsfahrt" width="380" height="253" class="alignnone size-full wp-image-1406" /><br />
<br/><br />
<strong>Treffpunkt Autobahnrastst&#228;tte</strong><br />
Ich war noch keine 20 Meter aus der Garage heraus, als ich sofort wieder rechts ranfuhr. Auch wenn eine gesunde Portion Optimismus zu jeder TwinCam-Ausfahrt dazu geh&#246;rt, so muss das Schicksal nicht immer und unter allen Umst&#228;nden herausgefordert werden. Denn was sich innerhalb der letzten 30 Minuten am Himmel zusammengebraut hatte, liess definitiv nicht mehr auf eine trockene Fahrt bis zum Treffpunkt schliessen. Und der Treffpunkt hiess «Rastst&#228;tte Glarnerland». 45 Minuten Autobahnfahrt in Richtung Gewitterwolken. Es gibt angenehmeres, als mit einem offenen Roadster auf der Autobahn in ein Gewitter zu fahren. Ich war denn auch kaum aus Z&#252;rich heraus, als es losging. Eine Fahrt, wie durch eine Waschstrasse, bloss l&#228;nger. Die Scheibenwischer taten ihr M&#246;glichstes &#8211; was nicht eben gerade viel ist, aber immerhin. Und als ob das noch nicht genug w&#228;re, begann die Windschutzscheibe auch noch von innen zu beschlagen. Auch ich tat auch mein M&#246;glichstes, mit einem Papiertaschentuch. Und nicht zum ersten Mal dachte ich heute; das f&#228;ngt ja gut an. Und es w&#252;rde nicht das letzte Mal sein.</p>
<p><img src="http://www.frameset.ch/mg-a/wp-content/uploads/2009/07/Jubilaeumsfahrt_2.jpg" alt="Jubilaeumsfahrt_2" title="Jubilaeumsfahrt im Regen" width="380" height="253" class="alignnone size-full wp-image-1196" /></a><br />
<br/><br />
<strong>Schnee im Hochsommer</strong><br />
Nachdem alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Clubausfahrt in der Rastst&#228;tte eingetroffen waren, konnte Hanspeter die bis dato noch unbekannte Reiseroute bekannt geben. Die Jubil&#228;umsfahrt w&#252;rde uns am ersten Tag durchs Pr&#228;ttigau, &#252;ber den Fl&#252;elapass ins Engadin, zum Julier hinauf bis nach Bivio f&#252;hren. Dort w&#252;rden wir &#252;bernachten und am Sonntag &#252;ber die Lenzerheide wieder zur&#252;ck ins Unterland fahren.<br />
Je n&#228;her wir unserem  zweiten Etappenstopp kamen, desto flockiger wurde der Regen. Und als wir in Davos-Wolfgang ankamen, lag bereits zentimeterweise Neuschnee. Zum Gl&#252;ck nicht mehr auf der Strasse, aber der Anblick reichte, um dem einen oder anderen sommerbereiften MG-Fahrer Respekt einzufl&#246;ssen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil dies ja erst der Anfang unserer «Winterfahrt» war und der Fl&#252;ela-Pass (2383m.&#252;.M.) sowie der nur hundert Meter tiefer gelegene Scheitelpunkt des Julierpasses noch vor uns lagen.<br />
Immerhin waren die heute Morgen noch provisorisch gesperrten Alpenp&#228;sse wieder als ge&#246;ffnet gemeldet worden. Aber ob sie «normal befahrbar» sein w&#252;rden, m&#252;sste sich erst noch weisen. Schliesslich schneite es noch immer und eine Wetterbesserung schien nicht in Sicht. Trotz dieser Widrigkeiten schraubte sich die MGA-Kolonne unbeirrt die Passstrasse hinauf. Ein reizvoller Anblick, wenn die Sicht besser gewesen w&#228;re. Aber die Waschk&#252;che innerhalb und ausserhalb des Wagens verlangte nicht nur h&#246;chste Konzentration auf das Verkehrsgeschehen sondern vereitelte so manchen Ausblick auf die vor und hinter einem fahrende Wagenkolonne. Immerhin war die Strasse gr&#246;sstenteils schneefrei. So ging es stetig und ohne unn&#246;tigen Rutschpartien in Richtung Passh&#246;he.<br />
Auf der Passh&#246;he gab es einen kurzen Zwischenstopp. Zu kurz f&#252;r die, durch das ganzt&#228;gige Fahren mit Licht und Scheibenwischanlage ausgelaugte Batterie. Immerhin, ein &#220;berbr&#252;ckungskabel h&#228;tte ich wenigstens dabei gehabt. Aber nach langem Orgeln gelang es, Dank der Mithilfe von Beat, dann doch noch, den TwinCam wieder zu starten und eilends dem MGA-Tross hinterher zu fahren.</p>
<p><strong>Die Hupe</strong><br />
Irgendwo zwischen dem Unter- und dem Oberengadin holten wir die anderen Clubmitglieder wieder ein. Gemeinsam ging es weiter nach St. Moritz, zum Hotel Waldhaus am See und der &#8211; nach eigenem Bekunden &#8211; gr&#246;ssten Whiskybar der Welt. Zwei Dinge stimmten mich hier ziemlich nachdenklich. Zum Einen: wird der TwinCam wieder nicht anspringen und zum Anderen: Whisky bloss anschauen und nicht trinken sollen, ist eine ziemlich beelendende Angelegenheit. Wenigstens konnte mich der TwinCam mit seinem souver&#228;nen Motorstart wieder ein bisschen aufheitern. Aber wer den TwinCam kennt, weiss auch, dass er letztlich eben auch ein &#228;usserst hinterlistiges Gef&#228;hrt sein kann. Und wer weiss das besser als ich. Nach kaum 200 Metern Fahrt ging die Hupe los. Nonstop. Und Anstalten, sich innert n&#252;tzlicher Frist wieder zu beruhigen, wollte sie partout keine machen. Ein erste Fummelei an der Armaturenbrett-Verdrahtung verhalf St. Moritz wieder zu seiner gewohnten Ruhe. Aber nicht f&#252;r lange. Kaum waren wir ein St&#252;ck ausserhalb von St. Moritz, ging die Tr&#246;terei wieder von vorne los. Jetzt kappten wir das Massekabel beim Hupenknopf. Das wirkte. Vorerst zumindest. Aber nicht f&#252;r lange. Nach dem Julierpass, kurz vor Bivio, r&#246;hrte der TwinCam wieder wie ein br&#252;nstiger Hirsch. Jetzt half nur noch eins: Das &#220;bel musste an der Wurzel gepackt werden. Beat kroch unter den TwinCam und durchtrennte kurzerhand die Stromversorgung der beiden Hupen. Jetzt konnte ich sicher sein, in aller Ruhe zu unserem Hotel in Bivio fahren zu k&#246;nnen.</p>
<p><div id="attachment_1246" class="wp-caption alignnone" style="width: 390px"><img src="http://www.frameset.ch/mg-a/wp-content/uploads/2009/07/Jubilaeumsfahrt_3.jpg" alt="Mein Dank geht an die helfende H&#228;nde. (Bild: A. Thoma)" title="Jubilaeumsfahrt_3" width="380" height="253" class="size-full wp-image-1246" /><p class="wp-caption-text">Mein Dank geht an die helfende H&#228;nde. (Bild: A. Thoma)</p></div><br />
<br/><br />
<strong>Die R&#252;ckfahrt</strong><br />
War der Samstag regnerisch, sp&#228;ter verhangen, so lieferte der Sonntag das Kontrastprogramm dazu: Hochsommerliche Temperaturen und blauer Himmel, soweit das Auge reichte. Mit eingekellertem Verdeck und entsprechend gut gelaunt, ging es auf die Heimfahrt. Das Sursés hinunter bis nach Tiefencastel und &#252;ber die Lenzerheide nach Chur. Einen letzten gemeinsamen Halt gab es in einem auch in Japan sehr bekannten Touristenlokal oberhalb von Maienfeld &#8211; Heidi und Peter gr&#252;ssten aus allen Ecken. Ich mochte nicht zur&#252;ck gr&#252;ssen. </p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
In meinem Gep&#228;ck hatte ich nicht nur eine schw&#228;chelnde Batterie und eine l&#228;dierte Hupe, sonder auch und vor allem unz&#228;hlige Eindr&#252;cke einer abwechslungsreichen, zeitweilig auch anspruchsvollen Fahrt, die dank der einwandfreien Organisation des Clubpr&#228;sidenten reibungslos verlief und die dank den sympathischen und hilfsbereiten Clubmitglieder immer kurzweilig und sehr unterhaltend war.<br />
<br/><br />
<code>
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			<a href="http://www.frameset.ch/mg-a/wp-content/gallery/jubilaeumsfahrt_2009/jubilaeumsfahrt-09_1.jpg" title="Start der Jubiläumsfahrt bei strömendem Regen" class="thickbox" rel="set_17" >
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			<a href="http://www.frameset.ch/mg-a/wp-content/gallery/jubilaeumsfahrt_2009/jubilaeumsfahrt-09_2.jpg" title="Wintereinbruch auf dem Flüela-Pass" class="thickbox" rel="set_17" >
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			<a href="http://www.frameset.ch/mg-a/wp-content/gallery/jubilaeumsfahrt_2009/jubilaeumsfahrt-09_6.jpg" title="Bestes Wetter für die Rückreise" class="thickbox" rel="set_17" >
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</code><br />
<br/><br />
<strong>Statistik</strong><br />
Z&#228;hler: 38527km <code>&ensp;</code>l<code>&ensp;</code> Strecke: 429km</p>
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		<title>Moonlight Rallye 2009</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 17:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildergalerie]]></category>
		<category><![CDATA[Routen]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Handbuch f&#252;r Oldtimer-Rallyes steht: «Das Gehirn sitzt rechts &#8211; auf dem Beifahrersitz n&#228;mlich», und etwas weiter unten: «Wenn sie also rechts und links nur mit viel M&#252;he unterscheiden k&#246;nnen &#8230; sind sie nicht unbedingt der der Super-Beifahrer». Wenn man einen Rechtslenker f&#228;hrt, kann einen das zun&#228;chst schon mal ziemlich verwirren. Aber dies als den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Handbuch f&#252;r Oldtimer-Rallyes steht: «Das Gehirn sitzt rechts &#8211; auf dem Beifahrersitz n&#228;mlich», und etwas weiter unten: «Wenn sie also rechts und links nur mit viel M&#252;he unterscheiden k&#246;nnen &#8230; sind sie nicht unbedingt der der Super-Beifahrer».<br />
Wenn man einen Rechtslenker f&#228;hrt, kann einen das zun&#228;chst schon mal ziemlich verwirren. Aber dies als den alleinigen Grund zu betrachten, dass ich es bis zum heutigen Tag nicht schaffte, einen Co-Piloten f&#252;r die Moonlight-Rallye zu organisieren, w&#252;rde meinem Organisationstalent nun wirklich nicht gerecht werden.</p>
<p><img src="http://www.frameset.ch/mg-a/wp-content/uploads/2009/07/moonlightrallye-09_0073.jpg" alt="Moonlight Rallye Plakette" title="Moonlight Rallye Plakette" width="380" height="253" class="alignnone size-full wp-image-898" /><br />
<br/><br />
<strong>Die Idee</strong><br />
Die Idee f&#252;r diese Moonlight-Rallye kam von Pitt Jung von der <a target="_blank"  href="http://www.oldtimer-garage.com">Oldtimer Garage</a>. Aber auch die Idee, mich f&#252;r die Gestaltung der Rallye-Plakette zu betrauen. F&#252;r mich Grund genug, unter allen Umst&#228;nden mit von der Partie zu sein &#8211; zur Not eben auch ohne Beifahrer. Da es aber nicht sonderlich ratsam ist, w&#228;hrend des Fahrens gleichzeitig auch noch das Roadbook studieren zu wollen, schlug ich Pitt vor, die Rallye eben als «Pressewagen» zu begleiten. Dies gen&#252;gte, um die Starterlaubnis zu erhalten.</p>
<p><strong>Der Start</strong><br />
Die Wetterprognosen f&#252;r den Abend waren ziemlich flatterhaft. Vor allem in den Voralpen &#8211; und unser Reiseziel waren die Voralpen &#8211; k&#246;nne es zum Teil zu heftigen Gewittern kommen. Sollte es zum Schlimmsten kommen, h&#228;tte ich wenigstens ein &#8211; wenn auch zugiges &#8211; Verdeck, das auf die Schnelle hochgeklappt werden k&#246;nnte. Aber wer mit «Brooklands» f&#228;hrt, f&#228;hrt extrem nah am Wetter. Und davon gab es einige. Pitt entschied deshalb, den Start um eine halbe Stunde zu verschieben. Und wie sich sp&#228;ter herausstellte, war es genau diese halbe Stunde, die uns vor wirklich sintflutartigen Regenf&#228;llen bewahrte.</p>
<p><img src="http://www.frameset.ch/mg-a/wp-content/uploads/2009/07/moonlight_0907.jpg" alt="Reiseroute der Moonlight Rallye" title="Reiseroute der Moonlight Rallye" width="380" height="253" class="alignnone size-full wp-image-1404" /><br />
<br/><br />
<strong>Die Fahrt</strong><br />
Beim Start zur Rallye war die Sonne bereits auf ihrem Weg zum Horizont und ich zum ersten Kontrollposten. Schliesslich wollte ich meinem selbst auferlegtem Status als «Pressewagen» Gen&#252;ge tun, indem ich wenigstens noch eine Fotostrecke aller Teilnehmerteams bei Tageslicht zustande br&#228;chte. Nachdem alle Teams durch waren, fuhren der Wagen des Postenteams und ich zu unserem n&#228;chsten Etappenziel: Zum Nachtessen auf dem Pragelpass. Auf nahezu verkehrsfreien Strassen fuhren wir, was die Geschwindikeitsbegrenzungen hergaben z&#252;gig Richtung Innerschweiz. Schliesslich wollten wir ja nicht als Letzte auf der Passh&#246;he ankommen. Je n&#228;her wir dem Etappenziel kamen, desto mehr verd&#252;sterte sich der Himmel. Schwere Regenwolken liessen nichts Gutes erahnen. Aber bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt.<br />
Durch Muotathal hinauf gings Richtung Pass. Die Strasse wurde immer schmaler, die Kurven immer enger und der Belag immer holpriger. Die Kletterpartie auf der einspurigen Fahrbahn bew&#228;ltigten wir bei z&#252;gig abnehmendem Tageslicht und als wir die Passh&#246;he endlich erreichten, war es bereits zappenduster.<br />
Nach dem Essen klarte der Himmel merklich auf. Aber was jetzt kam, war die dunkle Seite des Passes. Trotz Vollmond herrschte in den Waldpartien stockfinstere Nacht. Das Fernlicht stemmte sich zwar tapfer gegen die Fahrtrichtung, aber vielmehr als ein paar erhellende Augenblicke geben die Scheinwerfer eines TwinCams eben auch nicht her. Immerhin, der Blick in viele g&#228;hnenden Abgr&#252;nde blieb mir dadurch erspart, was die Fahrt merklich beschleunigte.<br />
Das eigentliche Highlight aber stand uns ja noch bevor: Der Klausenpass. Nach Linthal, dem Ausgangspunkt des zwischen 1922 und 1934 ausgetragenen «Grossen Bergpreises der Schweiz» gings wieder in den Hang. In den teilweise weit ausholenden Kurven durfte der TwinCam wieder von der Leine. Gegenverkehr? Gabs nicht. Schleichverkehr? Im Gegenteil. Vor mir fuhr Pitt in seinem Audi, dem ich, was die Pedale hergaben, zu folgen versuchte.<br />
Nach dieser ersten Bergpr&#252;fung erreichten wir den Urnerboden. Das Gel&#228;nde wurde flach. Zeit zum Luftholen, bevor es noch einmal in die Felsen geht. Pl&#246;tzlich, tauchen im fahlen Scheinwerferlicht &#8211; erst schemenhaft, dann immer deutlicher &#8211; diese riesigen braunen Viecher vor uns auf. Abbremsen. K&#252;he! &#220;berall, links, rechts, vor und hinter mir lagen oder standen pl&#246;tzlich diese K&#252;he auf der Fahrbahn. W&#228;hrend wir nun vorsichtig um das Braunvieh herum zirkelten, gaben die sich alle M&#252;he, uns &#228;usserst ausdrucksvoll zu ignorieren.<br />
Nach den K&#252;hen kamen die ersten Kehren. Und bevor ich richtig in die G&#228;nge kam, fuhr Pitt pl&#246;tzlich rechts ran. F&#252;r den letzten Abschnitt der Passfahrt hatte er sich n&#228;mlich einen besondere Leckerbissen f&#252;r die Rallyeteams ausgedacht: Ein Sprint mit Bestzeitmessung bis zur Passh&#246;he. Denn hier oben konnte er sich sicher sein, dass nicht doch noch pl&#246;tzlich eine Kuh aus dem Dunkel auftauchen w&#252;rde. Wer jetzt jedoch an eine strafrechtlich relevante Raserei auf &#246;ffentlicher Strasse denkt, der l&#228;sst ausser Betracht, dass die Steigung hoch, die Kurven eng und die Luft f&#252;r die alten Motoren schon merklich d&#252;nn ist. Das Resultat erstaunte denn auch gestandene Piloten. Die h&#246;chste Durchschnitts-Geschwindigkeit lag gerade mal bei 48km/h &#8211; und dies bei erlaubten 80km/h. </p>
<p><strong>Das Ziel</strong><br />
Klausen, 1952 m steht auf dem alten, in Beton gegossenen Schild (effektiv sind es ja nur 1948 m.&#252;.M.). Die Passh&#246;he war zwar die Zieleinfahrt des Rallyesprints, aber das eigentliche Ziel lag ein paar hundert Meter weiter in Richtung Zentralschweiz: Das Hotel Klausen-Passh&#246;he. Hier wollte Pitt die Rallye in gem&#252;tlichem Rahmen stilvoll beenden. Da aber auch er wusste, dass es ziemlich sp&#228;t werden w&#252;rde, hatte er unsere Gruppe vorsorglich angemeldet, damit wenigstens noch jemand wach sein w&#252;rde, um uns eine Erfrischung anzubieten. Als wir um 2 Uhr fr&#252;h dort eintrafen, trauten wir unseren Augen kaum. Hier oben, auf fast 2000 Metern, in der Abgeschiedenheit der Berge, weit ab jeglicher zivilisatorischer Hektik, traten wir mitten in eine l&#228;rmige, ausgelassene Sennenrunde. Bierhumpen kreisten, beissende Cigarillo-Rauchschwaden in der Luft,  Jassteppiche auf allen Tischen und eine beharrlich lauter als harmonisch spielenden L&#228;ndlerkombo sorgten f&#252;r eine &#228;usserst bizarre Stimmung. Dadurch liessen wir uns nicht im geringsten beirren, im Gegenteil. Aber irgendwann mussten wir ja irgendwie noch nach Hause fahren. Und so hiess es um 4 Uhr morgens zum letzten Mal: Start your engines, ladies and gentlemans. </p>
<p><strong>Der Heimweg</strong><br />
Um halb sechs Uhr fuhr ich endlich in Z&#252;rich ein. Da mein &#252;blicher Heimweg wegen einer Veranstaltung vom Vorabend gesperrt war, nahm ich die n&#228;chste Abzweigung und noch bevor ich richtig begriff, was da vor sich ging, stand ich mitten in einem, f&#252;r diese Uhrzeit v&#246;llig absurden Taxi-Stau in der Langstrasse. Na ja, dachte ich, bis ich da durch bin wirds schon nicht ewig dauern. Aber es schien ewig zu dauern. Nach einer 12-st&#252;ndigen, ausnahmslos temperamentvollen Nachtfahrt, kroch ich nun die letzten paar hundert Meter wie auf allen Vieren heimw&#228;rts. Aber irgendwann kommt man ja immer irgendwie durch und so fiel ich irgendwann nach 6 Uhr, hundem&#252;de aber begeister, einen der tollsten Ritte erlebt zu haben, in mein Bett.<br />
<br/><br />
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</div>

</code><br />
<br/><br />
<strong>Statistik</strong><br />
Z&#228;hler: 38059km <code>&ensp;</code>l<code>&ensp;</code> Strecke: 272km</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Thun retour</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Jun 2009 22:59:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Routen]]></category>

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		<description><![CDATA[Herzogenbuchsee liegt in etwa auf halber Strecke nach Thun. Also sagte ich mir, weshalb nicht das Angenehme mit dem N&#252;tzlichen verbinden und verabredete kurzerhand einen Verwandtschaftsbesuch im Berner Oberland mit Zwischenhalt beim 7. MG-Teilemarkt in Herzogenbuchsee. Optimismus Zyniker m&#246;gen behaupten, ich h&#228;tte die Fahrt zum MG-Teilemarkt bloss deshalb eingeplant, um unterwegs Kaputtgegangenes per Boxenstopp reparieren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Herzogenbuchsee liegt in etwa auf halber Strecke nach Thun. Also sagte ich mir, weshalb nicht das Angenehme mit dem N&#252;tzlichen verbinden und verabredete kurzerhand einen Verwandtschaftsbesuch im Berner Oberland mit Zwischenhalt beim 7. MG-Teilemarkt in Herzogenbuchsee.</p>
<p><img src="http://www.frameset.ch/mg-a/wp-content/uploads/2009/06/thun_0906.jpg" alt="Reiseroute nach Thun" title="Reiseroute nach Thun" width="380" height="253" class="alignnone size-full wp-image-1402" /><br />
<br/><br />
<strong>Optimismus</strong><br />
Zyniker m&#246;gen behaupten, ich h&#228;tte die Fahrt zum MG-Teilemarkt bloss deshalb eingeplant, um unterwegs Kaputtgegangenes per Boxenstopp reparieren zu k&#246;nnen. Aber trotz des verh&#228;ngnisvollen Zwischenfalls am Scheltenpass, war ich nach wie vor vom guten Zustand meines TwinCams &#252;berzeugt. Und f&#252;r einmal schien es wirklich keine technischen Probleme zu geben. Der TwinCam zeigte w&#228;hrend der ganzen Fahrt weder Material- noch sonstige Erm&#252;dungserscheinungen. Die Ventile rasselten im Zylinderkopf stoisch vor sich hin, die Betriebstemperatur und der &#214;ldruck blieben beeindruckend konstant.</p>
<p><strong>Landschaftsidyll</strong><br />
Die erste Etappe f&#252;hrte mich &#252;ber Bremgarten, das See- und Suhretal nach Zofingen und weiter &#252;ber Langenthal bis nach  Herzogenbuchsee. Nur ein paar Kilometer entfernt zum mittell&#228;ndischen Industriezonen-Einerlei entlang der Hauptverkehrsachse Z&#252;rich/Bern, zeigte sich hier die Landschaft als Inbegriff einer Schweizer Idylle. Auf arkadische H&#252;gellandschaften folgten lange, schattige Waldpartien, dazwischen Bauernh&#246;fe, wie sie Gotthelf beschaulicher nicht h&#228;tte schildern k&#246;nnen. K&#252;he grasten auf saftig Wiesen, Kinder spielten in gepflegten Vorg&#228;rten und was hinter der Haust&#252;re vor sich geht, geht niemanden was an.</p>
<p><strong>Abgesagt</strong><br />
Da ich bisher noch nie weder in Herzogenbuchsee, geschweige denn am MG-Teilemarkt war, kurvte ich eine ganze Weile im Industriequartier herum, bis ich das Veranstaltungsgel&#228;nde endlich fand. Aber erst vor Ort realisierte ich, weshalb weder Hinweisschilder noch sonstige Anzeichen auf den MG-Teilemarkt hinwiesen. Der 7. MG-Teilemarkt war zwischenzeitlich, wie mir der Organisator am Telefon erkl&#228;rte, wegen mangelnder Teilnahme abgesagt worden. In einem anderen Fall w&#228;re das schon ziemlich &#228;rgerlich gewesen, nach einer langen Fahrt von geschlossenen Toren vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Aber vor mir lag ja noch ein weiteres, weit wichtigeres Etappenziel.</p>
<p><strong>Langsam genug</strong><br />
&#220;ber Burgdorf, Hasle, das Bigental hinauf, ging es weiter in Richtung Berner Oberland. Bis nach Thun war es nun nicht mehr weit. Zum Gl&#252;ck, denn nach fast 4 Stunden unter praller Sonne f&#252;hlte ich mich mittlerweile ziemlich durchgebraten. Da half auch ein kurzes Schattenparkieren in Grossh&#246;chstetten nicht wirklich viel. Der TwinCam hielt sich da wesentlich besser. Ihm wurde es erst im Stadtverkehr von Thun &#8211; was vorhersehbar war &#8211; zu heiss. Aber auch die letzten Kilometer hielt er eisern durch.</p>
<p><strong>Die Ruhe vor der R&#252;ckfahrt</strong><br />
Den Nachmittag durfte ich, umgeben von schattigem Gartengr&#252;n, mit guten Gespr&#228;chen, gutem Wein und gutem Essen zur Erholung nutzen. Unter solchen Umst&#228;nden verstreicht die Zeit naturgem&#228;ss meist schneller als einem lieb ist und so bemerkte ich erst, als es am Eindunkeln war, dass die Zeit zum Aufbruch unwiderruflich bevor stand. Gegen 21 Uhr fuhr ich los. Richtung Z&#252;rich. Richtung Autobahn. Denn nach einer Landpartie im Dunkeln war mir jetzt nicht mehr zu Mute. Einfach auf dem schnellsten Weg nach Hause. Auch wenn es sich dabei um den langweiligsten Weg handelte.<br />
<br/><br />
<strong>Statistik</strong><br />
Z&#228;hler: 37787km <code>&ensp;</code>l<code>&ensp;</code> Strecke: 336km</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Antrittsbesuch</title>
		<link>http://www.mg-a.ch/archives/764</link>
		<comments>http://www.mg-a.ch/archives/764#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2009 22:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drum und Dran]]></category>
		<category><![CDATA[Routen]]></category>

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		<description><![CDATA[Falls der Eine oder die Andere bisweilen vermutete, mein TwinCam sei im besten Fall ein virtueller Mythos &#8211; verdenken k&#246;nnte ich es ihnen nicht. Denn wer ist schon Mitglied in einem Autoclub, ohne den entsprechenden, fahrbaren Untersatz? Ich zum Beispiel. Und das seit anderthalb Jahren im MGA-Club Schweiz. Bislang allerdings ohne jemals samt Gef&#228;hrt vorgefahren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Falls der Eine oder die Andere bisweilen vermutete, mein TwinCam sei im besten Fall ein virtueller Mythos &#8211; verdenken k&#246;nnte ich es ihnen nicht. Denn wer ist schon Mitglied in einem Autoclub, ohne den entsprechenden, fahrbaren Untersatz? Ich zum Beispiel. Und das seit anderthalb Jahren im MGA-Club Schweiz. Bislang allerdings ohne jemals samt Gef&#228;hrt vorgefahren zu sein. Doch heute schien endlich alles zusammen zu passen, um beim monatlichen Clubtreffen endlich den obligaten Antrittsbesuch absolvieren zu k&#246;nnen. </p>
<p><img src="http://www.frameset.ch/mg-a/wp-content/uploads/2009/06/winkel_0906.jpg" alt="Reiseroute nach Winkel" title="Reiseroute nach Winkel" width="380" height="253" class="alignnone size-full wp-image-1400" /><br />
<br/><br />
<strong>Das Hallo</strong><br />
Unser gemeinsames Erscheinen l&#246;ste bei den Clubmitgliedern denn auch eine &#228;usserst beeindruckende Resonanz aus. Selbstredend lag das nat&#252;rlich nicht an mir. Aber daf&#252;r musste dann auch nicht ich meine &#228;usseren und inneren Werte begutachten lassen. </p>
<p><strong>Der Gedanke</strong><br />
Nach dem geselligen Abend gings dann wieder retour zum heimischen Liegeplatz. Die Hauptstrasse in Richtung Z&#252;rich verl&#228;uft parallel zur Autobahn A51. Und w&#228;hrend ich ziemlich zufrieden mit mir und dem TwinCam durch die laue Juninacht gondelte, kam mir der Gedanke, dass die Gelegenheit eigentlich recht g&#252;nstig w&#228;re, die neuen Reifen einmal auch auf schnellerer Unterlage zu testen. Also entschloss ich mich kurzerhand, eine kleine Aufw&#228;rmrunde &#252;ber Embrach zu fahren, um dann mit wohltemperiertem Motor in B&#252;lach auf die schnurgerade Piste einbiegen zu k&#246;nnen. </p>
<p><strong>Der Test</strong><br />
Einmal im vierten Gang, beobachtete ich gespannt die Tachonadel, wie sie dem kritischen Punkt stetig n&#228;her und n&#228;her r&#252;ckte, schliesslich dar&#252;ber hinaus schoss und selbst im blitzgef&#228;hrlichen Bereich gen&#252;gsam ihren Auftrag am Armaturenbrett erf&#252;llte. Here we go, dachte ich. Vier neue Reifen und das Thema R&#228;der auswuchten, falsch zusammen gesetzte Kardanwelle oder dergleichen mehr <a href="http://www.mg-a.ch/archives/91"> (siehe Lagebesprechung</a>) war hier und jetzt erledigt. Die Ursache f&#252;r die heftigen Vibrationen im oberen Geschwindigkeitsbereich lag also definitiv bei den alten Reifen.<br />
Um eine erste Erkenntnis reicher konzentriert ich mich jetzt aber auf den zweiten Teil des Testlaufs. Beim Flughafen Kloten gibt es ein paar sch&#246;n enge Kurven, die da und dort mit noch sch&#246;neren Bodenverwerfungen best&#252;ckt sind.<br />
Mit allem, was erlaubt ist, jagte ich den TwinCam durch diesen Parcours. Und wo der Wagen fr&#252;her noch hektisch hin und her sprang, schien er diesmal richtiggehend am Asphalt zu kleben. &#8211; Hatte ich fr&#252;her mal von Zen gesprochen? Gut, aber zwischendurch muss das Adrenalin einfach auch mal wieder richtig und mit grosser Kelle ausgesch&#252;ttet werden k&#246;nnen. </p>
<p><strong>Das Fazit</strong><br />
Auch wenn ich mich auf das n&#228;chste Clubtreffen jetzt schon freue, gedanklich bin ich schon heute auf der Heimfahrt.<br />
<br/><br />
<strong>Statistik</strong><br />
Z&#228;hler: 37451km <code>&ensp;</code>l<code>&ensp;</code> Strecke: 54km</p>
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		<title>Veteranenstatus</title>
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		<pubDate>Fri, 22 May 2009 17:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Um &#252;ber den betriebstechnischen Zustand einigermassen im Bilde zu sein, empfielt es sich, ab und zu einer dieser Check-ups durchf&#252;hren lassen. Der anstehende Check-up geh&#246;rt aber zu den wohl unbeliebtesten seiner Art: Motorfahrzeugkontrolle. Diesen Gang nach Canossa &#252;berliess ich deshalb noch so gerne Pitt, meinem Garagisten. Best&#228;tigung per Telefon Der Anruf kam am Mittwochnachmittag. Auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um &#252;ber den betriebstechnischen Zustand einigermassen im Bilde zu sein, empfielt es sich, ab und zu einer dieser Check-ups durchf&#252;hren lassen. Der anstehende Check-up geh&#246;rt aber zu den wohl unbeliebtesten seiner Art: Motorfahrzeugkontrolle. Diesen Gang nach Canossa &#252;berliess ich deshalb noch so gerne Pitt, meinem Garagisten.</p>
<p><img src="http://www.frameset.ch/mg-a/wp-content/uploads/2009/05/oberland_0905.jpg" alt="Reiseroute durchs Zuercher Oberland" title="Reiseroute durchs Zuercher Oberland" width="380" height="253" class="alignnone size-full wp-image-1398" /><br />
<br/><br />
<strong>Best&#228;tigung per Telefon</strong><br />
Der Anruf kam am Mittwochnachmittag. Auf die Frage, wie es mir ginge, antwortete ich Pitt, dass er mir das bestimmt gleich sagen werde. Also antwortete er, das es keinen Grund f&#252;r negative Gef&#252;hlsregungen g&#228;be. Der TwinCam habe die Pr&#252;fung mit Bravour bestanden. Nat&#252;rlich g&#228;be es immer etwas zu bem&#228;ngeln, das geh&#246;rt ja dazu, aber keiner der Beanstandungen wurde eingetragen und der Veteranenstatus wurde problemlos best&#228;tigt.<br />
Pitt informierte mich, dass er neben den Reifen auch noch die vorderen Querlenkerbuchsen erneuert habe. Die vom Fahrzeugexperten ger&#252;gten M&#228;ngel betreffen einen Riss im Verdeck, die (noch) fehlende Seitenverkleidung im Fahrgastraum und die etwas schiefe Front-Stossstange. Wenns nur das ist, dachte ich, dann kann ich ja wirklich zufrieden sein. Denn auf meiner pers&#246;nlichen M&#228;ngelliste w&#252;sste ich da noch ein paar ganz andere Punkte, deren Erw&#228;hnung ich hier aber gerne unterschlage.</p>
<p><strong>Wolkenbr&#252;che</strong><br />
Ausgerechnet, als ich in Z&#252;rich losfahren wollte, um den Wagen bei der Oldtimer Garage abzuholen, begann es in Str&#246;men zu regnen. Und unter solchen Bedingungen ist eine Fahrt im offenen TwinCam ja nicht wirklich zu empfehlen. Aber daf&#252;r hat man ja das ausklappbare Verdeck. Genau, das mit dem Riss. Und dazu noch ein paar einsetzbare Seitenscheiben. Nun lagen aber diese Seitenscheiben nicht im Wagen, sondern gut verstaut in meiner Garage. Also hatte ich die Wahl, entweder die Zugfahrt nach Affoltern mit den sperrigen Dingern unter dem Arm zu absolvieren, oder das &#214;lzeug mitzunehmen. Da ich Letzteres nicht besitze, entschied ich mich eben f&#252;r Ersteres. </p>
<p><strong>Es klart auf</strong><br />
Frisch ab MfK ist wirklich ein gutes Gef&#252;hl. Besonders deshalb, weil man danach f&#252;r sechs lange Jahre nicht mehr daran denken muss. Zu Denken allerdings gab mir eher das Wetter. Trotz mitgeschleppter Seitenscheiben hatte ich eigentlich recht wenig Lust, im str&#246;menden Regen nach Z&#252;rich zu fahren &#8211; und schon gar nicht auf direktem Weg. Vielmehr stand mir der Sinn nach einer kleinen Landpartie. Denn schliesslich m&#252;ssten die neuen Reifen ja auch mal richtig eingefahren werden. Aber bekanntlich bringt Geduld Rosen, was in diesem Fall tats&#228;chlich aufklarender Himmel bedeutete.<br />
Etwa um halb drei Uhr konnte ich dann endlich Richtung Innerschweiz losfahren. Vor Zug schwenkte ich nach links, um &#252;ber den Hirzel an den Z&#252;richsee und weiter &#252;ber den Seedamm ins Z&#252;rcher Oberland zu gelangen. Das Wetter hielt und bis zum Abend musste ich mir gegen&#252;ber eingestehen, dass ich statt den Seitenscheiben wohl besser die Sonnencreme mitgenommen h&#228;tte. </p>
<p><strong>&#220;brigens</strong><br />
Seit diesem Jahr wird der aktuelle Kilometerstand nicht nur im Strassenverkehrsamt, sondern auch im Fahrzeugausweis eingetragen. Werden Polizisten jetzt mit Taschenrechnern ausgestattet, damit sie bei einer Verkehrskontrolle das Einhalten der j&#228;hrlich zugestandene Laufleistung von 3000km f&#252;r Veteranenfahrzeuge &#252;berpr&#252;fen k&#246;nnen? Wir werden sehen.<br />
<br/><br />
<strong>Statistik</strong><br />
Z&#228;hler: 37397km <code>&ensp;</code>l<code>&ensp;</code> Strecke: 130km</p>
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		<title>Einmal 12 Volt, bitte</title>
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		<pubDate>Sun, 10 May 2009 18:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Tipps]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Dreingabe zum Kaufpreis erhielt der TwinCam vor 2 Jahren zwei nigelnagel neue 6 Volt Batterien. Leider war die Freude an den beiden Energielieferanten dann doch von relativ kurzer Dauer. Denn nach l&#228;ngeren Standzeiten k&#252;ndeten stetig wiederkehrenden Startschwierigkeiten schon bald davon, dass wenigstens mit einer der beiden Batterien etwas nicht in Ordnung sein konnte. Aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Dreingabe zum Kaufpreis erhielt der TwinCam vor 2 Jahren zwei nigelnagel neue 6 Volt Batterien. Leider war die Freude an den beiden Energielieferanten dann doch von relativ kurzer Dauer. Denn nach l&#228;ngeren Standzeiten k&#252;ndeten stetig wiederkehrenden Startschwierigkeiten schon bald davon, dass wenigstens mit einer der beiden Batterien etwas nicht in Ordnung sein konnte. Aber der Krug geht bekanntlich so lange zum Brunnen bis er bricht &#8211; im vorliegenden Fall w&#228;hrend ziemlich genau 6 Monaten <a href="http://www.mg-a.ch/archives/70">(siehe Liegengeblieben)</a>. Das augenf&#228;lligste Indiz f&#252;r den damaligen Blackout d&#252;rfte die nicht ganz unerhebliche S&#228;urekorrosion am Plus-Pol der einen Batterie gewesen sein. Dabei ist aber das eigentliche Grundproblem die seriellen Anordnung der beiden 6 Volt Batterien. Denn falls eine der Batterien zu chronischer Unterversorgung neigt, kompensiert sie diese, indem sie die intakte munter aussaugt, und zwar so lange, bis schliesslich bei beiden der Saft ganz weg ist.</p>
<p><img src="http://www.frameset.ch/mg-a/wp-content/uploads/2009/05/batterie_090510.jpg" alt="12 Volt Batterie" title="12 Volt Batterie" width="380" height="253" class="alignnone size-full wp-image-752" /><br />
<br/><br />
<strong>Tiefentladen</strong><br />
Nach der anderthalbj&#228;hrigen Auszeit des TwinCams spielte all das jedoch keinen Rolle mehr. Denn die beiden Batterien blieben w&#228;hrend der gesamten Reparaturzeit unber&#252;hrt in ihren Batteriek&#228;sten liegen und hatten dadurch mehr als genug Zeit, um sich so richtig tiefgehend zu entladen. Somit war von vornherein klar, dass es nicht mehr darum gehen konnte, ob die alten Batterien zu ersetzen sind, sondern bloss noch wann. </p>
<p><strong>6 + 6 = 1 x 12</strong><br />
Ebenfalls klar war, dass nicht mehr zwei 6 Volt, sondern nur noch eine 12 Volt Batterie verbaut w&#252;rde. Neben technischen und beschaffungstechnischen Vorteilen w&#252;rde auch die Belastung des Geldbeutels bloss die H&#228;lfte betragen &#8211; auch wenn damit die historische Authentizit&#228;t f&#252;r den Einen oder Anderen halt etwas in Bedr&#228;ngnis geraten sollte. Gegenfrage: Hat jemand schon mal seinen Batteriekasten stolz zur Schau gestellt? Na also.<br />
Zu beachten sind einzig die mikronesischen Abmessungen der Batteriek&#228;sten. Aber fast alle Hersteller bieten ein Modell in brauchbarer Gr&#246;sse an. Leider entsprechen bei den recherchierten Produkten auch die Batterieleistung den Ausmassen des Batteriegeh&#228;uses. 42-45Ah sind da schon das h&#246;chste der Gef&#252;hle. Zumindest l&#228;sst sich sagen, dass die geringe Ampèreleistung bislang noch keinen nachteiligen Einfluss auf das Startverhalten des Motors hatte. Allenfalls kann die Batterie durch den hohen Leistungsbedarf beim Starten des Motors etwas vorschnell altern. Aber auch hier wird erst der Betrieb zeigen, was es damit konkret auf sich hat.</p>
<p><img src="http://www.frameset.ch/mg-a/wp-content/uploads/2009/05/blackbox_090510.jpg" alt="Box f&#252;r Starterkabel" title="Box f&#252;r Starterkabel" width="380" height="253" class="alignnone size-full wp-image-753" /><br />
<br/><br />
<strong>Die Black Box</strong><br />
Das das Mitf&#252;hren von Habseligkeiten geh&#246;rt konstruktionsbedingt nicht unbedingt zu den Kernkompetenzen eines MGA. So dachte ich, dass ein leerer Batteriekasten eigentlich reinste Platzverschwendung sein muss. Deshalb zimmerte ich f&#252;r die Leerstelle eine kleine Box zusammen &#8211; passend als Batterieersatz &#8211; f&#252;r einen Satz Starthilfekabel.<br />
<br/></p>
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		<title>Sch&#246;ne Bescherung</title>
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		<pubDate>Sun, 03 May 2009 17:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bekanntlich soll es Dinge im Leben geben, die es so gar nicht geben kann. Aber dank meinem TwinCam &#252;berrascht mich mittlerweile ja gar nichts mehr. Und wenn ich bislang behauptete, dass an meinem Wagen eigentlich nichts mehr kaputt gehen kann, weil alles schon mal kaputt war, so durfte ich mittlerweile zur Einsicht gelangen, dass gewisse [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bekanntlich soll es Dinge im Leben geben, die es so gar nicht geben kann. Aber dank meinem TwinCam &#252;berrascht mich mittlerweile ja gar nichts mehr. Und wenn ich bislang behauptete, dass an meinem Wagen eigentlich nichts mehr kaputt gehen kann, weil alles schon mal kaputt war, so durfte ich mittlerweile zur Einsicht gelangen, dass gewisse Bauteile auch mehrmals und sogar kurz nacheinander kaputt gehen k&#246;nnen. In solchen F&#228;llen hilft dann nur noch  Zen. Oder die Telefonnummer des Pannenservices. Aber am Besten gleich beides. </p>
<p><img src="http://www.frameset.ch/mg-a/wp-content/uploads/2009/05/kuehlwasser_090503.jpg" alt="Ausgelaufenes Kuehlwasser" title="Ausgelaufenes Kuehlwasser" width="380" height="253" class="alignnone size-full wp-image-730" /><br />
<br/><br />
<strong>Ins Graue satt ins Blaue</strong><br />
Nachdem ich den TwinCam am vorangehenden Donnerstag mit frisch verl&#246;tetem K&#252;hler bei der Oldtimer Garage abgeholt hatte, freute ich mich &#8211; dank besten Wetterprognosen &#8211; auf eine sonnt&#228;gliche Spritzfahrt ins Blaue.<br />
Besten Mutes und mit reichlich Verpflegung ausgestattet stieg ich also heute morgen in die Tiefgarage hinunter. Im k&#252;hlen Dunkel stand er da. Wir schauten uns in die Augen und ich begriff augenblicklich, dieser Sonntag w&#252;rde hier und jetzt, in dieser Tiefgarage enden. Vor mir auf dem Zementboden breitete sich so etwas in der Art wie das Nildelta aus. Eine Flut gr&#252;nen, glibbrigen K&#252;hlwassers, auf der Suche nach dem tiefsten Punkt in der Halle. No comment; Zen! </p>
<p><strong>Die Ursache</strong><br />
Der Grund f&#252;r den &#196;rger war &#252;brigens schnell gefunden: Ein geplatzter Gummischlauch. Der Vollst&#228;ndigkeit halber m&#246;chte ich aber gerne erw&#228;hnen, dass es sich dabei um einen brandneuen Schlauch gehandelt hat. No comment; Zen!</p>
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		<title>Jura einfach II</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Apr 2009 19:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Durst Nach diesem interkulturellen Erfolgserlebnis beschloss ich, weiter dem Doubs entlang, geradewegs bis nach Frankreich zu fahren. Erst in St. Hippolyte w&#252;rde ich entscheiden, ob ich &#252;ber den Neuenburger Jura oder nach rechts, &#252;ber Porrentruy und Delémont zur&#252;ck ins Schweizerische Mittelland fahren w&#252;rde. Nach St. Hippolyte hinein f&#252;hrt eine schmale Strasse zwischen alten, eng stehenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Durst</strong><br />
Nach diesem interkulturellen Erfolgserlebnis beschloss ich, weiter dem Doubs entlang, geradewegs bis nach Frankreich zu fahren. Erst in St. Hippolyte w&#252;rde ich entscheiden, ob ich &#252;ber den Neuenburger Jura oder nach rechts, &#252;ber Porrentruy und Delémont zur&#252;ck ins Schweizerische Mittelland fahren w&#252;rde. Nach St. Hippolyte hinein f&#252;hrt eine schmale Strasse zwischen alten, eng stehenden H&#228;usern geradewegs auf den zentralen Dorfplatz. Der Anblick, der sich mir hier bot, war ern&#252;chternd. Gef&#252;hlte eintausend Motorr&#228;der, nur darauf wartend, mir mit heulenden Motoren &#252;ber die Jurap&#228;sse nachzustellen. Ich stellten den Blinker nach rechts.<br />
Bei Villars passierte ich wieder in die Schweizer Grenze. &#220;ber Porrentruy, Courgenay, den Col des Rangiers ging es zur&#252;ck bis Delémont. Meine letzte Etappe sollte mich durchs Val Terbi &#252;ber den Scheltenpass nach Balsthal und wieder zur Autobahneinfahrt Oensingen bringen. Nach Mervelier folgt die schmale Strasse dem Lauf der Scheulte durch eine enge, dicht bewaldete Schlucht. An den H&#228;ngen lag zum Teil noch Schnee. Aber die Mittagshitze zeitigte auch in den schattigsten Winkel ihre Wirkung. Von allen Seiten tropfte Schmelzwasser auf den Asphalt hinunter. Deshalb beunruhigten mich die paar Spritzer auf der Windschutzscheibe vorerst &#252;berhaupt nicht. </p>
<p><img src="http://www.frameset.ch/mg-a/wp-content/uploads/2009/04/Jura_20090410-3.jpg" alt="K&#252;hlwasser auf der Windschutzscheibe" title="K&#252;hlwasser auf der Windschutzscheibe" width="380" height="253" class="alignnone size-full wp-image-1043" /></a><br />
<br/><br />
Bevor es in die Serpentinen ging, kontrollierte ich nochmals &#214;ldruck und Wassertemperatur: &#214;ldruck normal, Wassertemperatur am Anschlag! Sofort fuhr ich rechts ran um den Wasserstand zu kontrollieren. Ich schraubte den Wassertank auf und blickte hinein. Ich blickte wirklich sehr tief hinein. Ich holte sogar die Taschenlampe, aber Wasser konnte ich keines sehen. Das Ganze erinnerte mich an Sodbrunnen, deren Wasserspiegel man auch nicht sehen kann und deshalb Kieselsteine hineinwirft, um es wenigstens zu h&#246;ren. Kieselsteine warf ich dann doch nicht hinein, sondern stieg mit der Wasserflasche zur mittlerweile etwa hundert Meter unterhalb der Strasse fliessenden Scheulte hinab, noch immer hoffend, schon bald wieder weiterfahren zu k&#246;nnen. Aber erst nachdem ich etwa 2 Liter Wasser nachgesch&#252;ttet hatte, tat sich endlich was. Zuerst h&#246;rte ich ein gut vernehmbares Gurgeln und in der Folge ein leises Pl&#228;tschern. Erst jetzt verstand ich, woher die Wasserspritzer auf der Windschutzscheibe wirklich kamen: geborstener K&#252;hler &#8211; keine Heimfahrt. </p>
<p><img src="http://www.frameset.ch/mg-a/wp-content/uploads/2009/04/jura_090410.jpg" alt="Twin Cam beim Scheltenpass" title="Twin Cam beim Scheltenpass" width="380" height="253" class="alignnone size-full wp-image-891" /></a><br />
<br/><br />
<strong>Hitze</strong><br />
Treibh&#246;lzer haben bekanntlich die Eigenart, anstelle eines pr&#228;zisen Landfalls irgendwo im Nirgendwo zu stranden. Und genau hier stand ich nun. Neben einem d&#252;rren Baum, einem Grenzstein, auf einer Sprachgrenze und unter sengender Sonne. Intuition hilft da auch nicht weiter. Was ich jetzt brauchte war etwas zu trinken und eine Verbindung mit der Notfallnummer meiner Versicherung. Aber mein Wasservorrat pl&#228;tscherte mittlerweile fr&#246;hlich durch den K&#252;hler und die Systemsoftware der Telefonzentale meiner Versicherung war mit meiner Position auf der Sprachgrenze derart &#252;berfordert, dass ich erst nach einer geschlagenen Stunde &#8211; und knapp vor dem Ableben meines Telefonakkus &#8211; eine Verbindung erhielt. Eine weitere halbe Stunde sp&#228;ter kam dann endlich auch der Abschleppdienst.</p>
<p><img src="http://www.frameset.ch/mg-a/wp-content/uploads/2009/04/Jura_20090410-2.jpg" alt="Bahnticket nach Z&#252;rich" title="Bahnticket nach Z&#252;rich" width="380" height="253" class="alignnone size-full wp-image-1007" /></a><br />
<br/><br />
<strong>M&#252;de</strong><br />
Nicht nur physisch, auch innerlich war ich sehr, wirklich sehr, sehr m&#252;de. Als ich auf dem Bahnhof von Delémont auf den Zug nach Hause wartete, konnte ich es noch immer nicht fassen. Ein im Prinzip erst vor wenigen Kilometern revidierter K&#252;hler beendet meine erste Fahrt nach 20 Monaten Garagenlagerung. Dass der TwinCam die eine oder andere &#220;beraschung bereith&#228;lt, das wusste ich. Aber heute habe ich mir wirklich zum ersten Mal &#252;berlegt, ob ich den Wagen wieder verkaufen soll. Aber um ehrlich zu sein, nur einen kurzen Moment lang.<br />
<br/><br />
<strong>Statistik</strong><br />
Z&#228;hler: 37164km <code>&ensp;</code>l<code>&ensp;</code> Strecke: 278km</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Jura einfach I</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Apr 2009 19:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Routen]]></category>

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		<description><![CDATA[Fast auf den Tag genau 20 Monaten sind es her, seit ich mit dem TwinCam meine letzte Ausfahrt unter die R&#228;der nahm. Keine Frage also, was an diesem sonnigen Karfreitag auf dem Programm stehen w&#252;rde. Losfahren. Nach Westen. Irgendwo in den Jura. Genauere Vorstellungen, wohin mich die Fahrt bringen sollte, hatte ich nicht. Brauchte ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fast auf den Tag genau 20 Monaten sind es her, seit ich mit dem TwinCam meine letzte Ausfahrt unter die R&#228;der nahm. Keine Frage also, was an diesem sonnigen Karfreitag auf dem Programm stehen w&#252;rde. Losfahren. Nach Westen. Irgendwo in den Jura. Genauere Vorstellungen, wohin mich die Fahrt bringen sollte, hatte ich nicht. Brauchte ich auch nicht. Einfach fahren, wohin mich die Intuition auch immer treiben mag. Fahren und wie Treibholz an unbekannten Gestaden anlanden. So in etwa in der Art stellte ich mir den heutige Tag vor. Alles Weitere w&#252;rde sich von selbst ergeben.</p>
<p><img src="http://www.frameset.ch/mg-a/wp-content/uploads/2009/04/jura_0904.jpg" alt="Reiseroute durch den Jura" title="Reiseroute durch den Jura" width="380" height="253" class="alignnone size-full wp-image-1392" /><br />
<br/><br />
<strong>K&#228;lte</strong><br />
F&#252;r eine angenehme Fahrt im offenen Roadster schien es fr&#252;h morgens denn doch etwas gar frisch zu sein. Doch meine Bedenken w&#252;rden die ersten Sonnenstrahlen und die unvermeidliche Hitzestrahlung aus dem Motorenraum bestimmt bald wegwischen. Dachte ich zumindest. Aber schon vor Baden begann das grosse Zittern. Nun schreiben einem die Benutzungsregeln von Autobahnen aber vor, dass man nicht einfach rechts ranfahren darf, bloss um sich ein bisschen aufzuw&#228;rmen. Man muss sich eben entweder w&#228;rmer anziehen oder aber bis zur n&#228;chsten Ausfahrt ausharren. F&#252;r Ersteres war es zu sp&#228;t. Also musste Zweites her. Und das m&#246;glichst rasch. Und Zweites kam. Und zwar nach dem Baregg-Tunnel und in Form einer umsichtig, mit vandalensicherem Gestaltungssinn ins offene Feld gepflanzten Rastst&#228;tte. Da sich meine Bed&#252;rfnisse zum G&#252;ck bloss auf das Aufw&#228;rmen meiner klammen Gliedmasse beschr&#228;nkte, entzog ich mich gerne den Verlockungen eines Sightseeings und rauchte die Pausenzigarette neben dem TwinCam.<br />
Die Weiterfahrt begann mit der &#220;berzeugung, das die K&#228;lte fr&#252;her oder sp&#228;ter einfach der Sonnenw&#228;rme weichen musste. Noch einmal rausfahren kam schlicht nicht in Frage. Durchhalten bis Oensingen, mag kommen was wolle. Alles m&#246;gliche kam, bloss nicht die Sonnenw&#228;rme. Zu meinem Leidwesen auch nicht Oensingen. Also so zitterte ich schon bald wieder &#252;ber den Asphalt. Und Oensingen ist weit. Und wenn man friert, noch weiter. Alle m&#246;glichen Ausfahrten waren ausgeschildert, bloss Oensingen nicht. Wo liegt Oensingen? Oensingen, Jura-S&#252;dfuss, 4800 Einwohner, 1 Autobahnanschluss. F&#252;r viele ein unbeachteter Fleck auf der Landkarte, f&#252;r mich aber ein dringenst herbeigesehntes Reiseziel. </p>
<p><strong>Hunger</strong><br />
Das Leben kann manchmal ziemlich ungerecht sein. Denn, als ich endlich bei Oensingen die Autobahn verliess, fuhr ich einfach weiter Richtung Jura. Oensingen, Jura-S&#252;dfuss, 4800 Einwohner, schn&#246;de hinter mir lassend, die Klus hinauf, nach Balsthal hinunter und weiter bis Moutier. Erst hier, ausserhalb der Stadt, legte einen kurzen Orientierungsstopp ein. Bloss um kurz darauf die Fahrt wieder fortzusetzen. Weiter nach Delémont und den Col des Rangiers hinauf.<br />
Auf der Passh&#246;he sp&#252;rte ich, wie sich langsam aber sicher ein weiteres menschliches Grundbed&#252;rfnis anmeldete: Der Hunger. Aber im Gegensatz zur K&#228;lte l&#228;sst sich der schon wesentlich einfacher zufrieden stellen, vorausgesetzt, man kann sein Begehren einwandfrei in Worte fassen. In dieser Gegend zum Beispiel auf franz&#246;sisch. Auf franz&#246;sisch! Meine Franz&#246;sischkenntnisse jedoch beschr&#228;nken sich im Wesentlichen auf l&#228;ngst verdr&#228;ngte Schulkenntnisse und ein paar allgemein verst&#228;ndliche Handzeichen. Aber mit gutem Willen beider Seiten w&#252;rde es mit der Verst&#228;ndigung bestimmt klappen. Ausgestattet mit einer geh&#246;rigen Portion Selbstvertrauen, fuhr ich in das Tal des Doubs hinunter nach St. Ursanne. Nach einem kurzen Rundgang bestellte ich im Hôtel de la Cigogne mein Mittagessen. Und das klappte ganz gut. Mindest meinem Verst&#228;ndnis f&#252;r die franz&#246;sische Sprache entsprechend. Dass die Kellnerin mit ihrer Kollegin hinter der Theke tuschelte und dabei kichernd in meine Richtung sah, ignorierte ich einfach. Letztlich wurde mir ja genau das aufgetischt, was ich bestellt hatte. Geht doch, dachte ich bei mir.</p>
<p><a href="http://www.mg-a.ch/archives/1032">Fortsetzung «Jura einfach Teil 2»</a><br />
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